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Überlaufinkontinenz

Eine Überlaufinkontinenz bezeichnet eine gestörte Blasenentleerung trotz gefüllter Harnblase. Betroffene können nur in kleinen Mengen Harn ablassen und verlieren im Alltag unwillkürlich und tropfenweise Urin. Männer leiden häufiger unter der Überlaufinkontinenz als Frauen.


Es gibt unterschiedliche Ursachen für eine Überlaufinkontinenz. Zum einen können Hindernisse entlang der Harnröhre dafür verantwortlich sein (obstruktive Überlaufinkontinenz). Hierzu zählen zum Beispiel eine Prostatahyperplasie beim Mann oder eine Gebärmuttersenkung bei der Frau, aber auch Tumoren können den ungestörten Harnabfluss behindern. Zum anderen kann die Blasenmuskulatur geschwächt sein, so dass sie nicht mehr ausreichend kontrahiert und Harn abgibt (funktionelle Überlaufinkontinenz). Neurologische Schäden sind hierfür verantwortlich, aber auch die Einnahme von zum Beispiel Muskelrelaxantien kann eine Abschwächung der Muskelkontraktion zur Folge haben.


Da eine Überlaufinkontinenz für Betroffene ein unangenehmes Thema ist, das ihren Alltag einschränkt, gilt es, eine Lösung zu finden. Neben vorübergehenden Lösungen wie Inkontinenz-Binden oder Einlagen, die den unabsichtlich abgehenden Urin aufsaugen und Gerüchen vorbeugen, gibt es langfristige Therapiemaßnahmen. Bei Tumoren oder einer gutartigen Prostatahyperplasie im fortgeschrittenen Stadium sind Operationen notwendig.
Bei leichteren Ausprägungen der Hyperplasie können Medikamente Abhilfe schaffen, wie etwa Phytopharmaka oder Alphablocker. Auch Katheter kommen zum Einsatz, um die Harnblase zu entleeren. Durch eine Elektrostimulation kann die Muskulatur wiederum gestärkt werden.