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Prostatitis

Die Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse). Das Organ ist etwa kastaniengroß, liegt unterhalb der Harnblase des Mannes und umringt die Harnröhre. Die Hauptaufgabe der Prostata ist es, Sekrete für die Samenflüssigkeit zu produzieren. Die akute Prostatitis kann durch Darmbakterien (E. Coli) verursacht werden, die in die Harnröhre eindringen (in etwa 10% der Fälle), meistens jedoch können bei einer Prostatitis keine Bakterien im Urin oder Ejakulat nachgewiesen werden. In diesem Fall wird die Prostatitis auch chronisches Beckenschmerzsyndrom genannt, bei dem die Leukozyten im Blut erhöht sein können (=diagnostisches Entzündungszeichen), aber nicht müssen. Die Symptome bei einer Prostatitis können Schmerzen beim Urinieren, beim Stuhlgang, bei der Ejakulation oder generell in der Leistengegend sein. Hinzukommen kann ein Spannungsgefühl am Damm, Blut im Urin oder häufiges Wasserlassen bei niedriger Urinmenge. Eventuell kann es bei einer akuten Prostatitis zu Fieber kommen. Außerdem kann sie chronisch werden, wenn die Entzündung nicht vollständig ausheilt. Bei einer akuten Prostatitis ist die Prostata vergrößert, was sich durch eine digitale rektale Untersuchung ertasten lässt und durch eine Ultraschalluntersuchung sichtbar wird. Therapiert wird eine bakterielle Prostatitis mit Antibiotika und eine abakterielle Prostatitis nur symptomatisch durch krampflösende und durchblutungsfördernde Medikamente.