Sprechzeiten: Mo/Di: 09-12 Uhr & 15-17 Uhr | Mi/Fr: 08-11 Uhr | Do: 09-13 Uhr

i

Sprechzeiten: Mo/Di: 09-12 Uhr & 15-17 Uhr | Mi/Fr: 08-11 Uhr | Do: 09-13 Uhr

Neoblase

Als Neoblase wird der Ersatz der Harnblase nach einer Zystektomie (Entfernung der Harnblase) bezeichnet. Ein bösartiger Harnblasentumor kann der Grund dafür sein, weshalb die Harnblase entnommen werden muss.


Zur Herstellung der Neoblase wird ein Stück des Dünndarms entnommen und umgeformt zu einer kugelförmigen Harnblase. Die Harnleiter werden sorgfältig in die Neoblase integriert, im Regelfall ohne Schienen oder ähnlichem, um den Heilungsprozess für den Körper natürlich zu gestalten. Das untere Ende der Neoblase wird am Schließmuskel der Harnröhre fixiert. In einigen Fällen werden Harnröhrenkatheter in die Harnröhre und durch die Bauchdecke eingesetzt, um die Dichtigkeit der Neoblase in der Anfangszeit zu überprüfen. Diese werden nach etwa 3 Wochen wieder entfernt.


Nach der Operation erfolgt normalerweise in den ersten 2 Tagen eine parenterale Ernährung. Während dem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt kann der Patient mit der Rehabilitation beginnen. Hier erlernt er physiotherapeutisch, wie er die Kontinenz willkürlich koordinieren kann. Die Beckenbodenmuskulatur kann sich an die Neoblase gewöhnen und daran, wie sie ohne dessen Kontraktion bei Füllung mit Harn arbeiten kann, um den Urin abzulassen. Nichtsdestotrotz ist es normal, dass innerhalb der ersten Monate nach der Operation eine leichte Inkontinenz bestehen kann, bis die Muskulatur sich an die neue Situation angepasst hat.


Gegebenenfalls unterstützt die Kontraktion der Bauchmuskeln oder ein leichtes Drücken in den Unterbauch die Entleerung der Neoblase.