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Blasentumor

Was ist ein Blasentumor?

In der Medizin unterteilt man Blasentumore in bösartige (maligne) und gutartige (benigne) Tumore. Bösartige Blasentumore werden oftmals auch als Blasenkarzinom oder Blasenkrebs bezeichnet. Rund 90 bis 95 Prozent aller bösartigen Blasengeschwülste gehören zur Kategorie der Urotheltumore. Urotheltumore werden umgangssprachlich auch als Harnblasenkarzinome bezeichnet. Neben den Urothelkarzinomen gibt es außerdem Plattenepithelkarzinome, Urachuskarzinome und Adenokarzinome. Diese Tumorformen kommen jedoch nur sehr selten vor.

Zu den gutartigen Blasentumoren zählen Hamängiome, Fibrome, Neurofibrome, Leiomyome, Myome und andere Tumorformen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Blasentumors?

Blasenkrebs hat seinen Ursprung meist in der Schleimhaut der Harnblase (Urothel). Die veränderten Zellen besitzt eine schnellere Teilungsgeschwindigkeit als die gesunden Zellen. Die größte Gefahr ist hierbei, dass die ausgeschwemmten Zellen sich in anderen Geweben und Organen festsetzen, so dass sich dort Metastasen (Tochtergeschwülste) entwickeln.
In Deutschland werden jedes Jahr über 29.000 neue Blasenkrebserkrankungen verzeichnet. Rund 21.000 der Neuerkrankten sind Männer. Das männliche Geschlecht ist vom Blasenkrebs nämlich häufiger betroffen als das weibliche Geschlecht. Bei Männern liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 72 Jahren. Bei Frauen liegt es hingegen bei 74 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung steigt mit zunehmendem Lebensalter. Nur einer von fünf Patienten erreicht bei der Diagnosestellung das 65. Lebensjahr.

Ca. 4,5 Prozent aller Krebserkrankungen bei Männern sind Blasenkrebserkrankung. Bei Frauen sind es hingegen nur 1,8 Prozent. Das Blasenkarzinom ist somit bei Männern die vierthäufigste Krebserkrankung.

Ursachen für einen Blasentumor

Mediziner konnten bisher noch nicht herausfinden, aus welchen Gründen sich ein Blasentumor bildet. Es gibt jedoch gewisse Risikofaktoren, die ein Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben. Wenn diese Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen, haben Sie eine dementsprechend erhöhte Gefahr einer Blasenkrebserkrankung. Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen der Konsum von Tabak, der Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen, chronische Entzündungen der Harnblase und der Missbrauch von Medikamenten.

Welche Symptome gibt es bei Blasentumor?

Im Anfangsstadium des Blasenkarzinoms gibts nur wenige und meist unspezifische Symptome. Das erste Hauptsymptom ist Blut im Urin (Hämaturie). Hierbei unterscheidet man jedoch zwischen der Makrohämaturie und der Mikrohämaturie. Bei der Makrohämaturie hat der Urin eine rote Färbung, so dass man das Blut mit dem bloßen Auge erkennen kann. Bei einer Mikrohämaturie findet man die Blutkörperchen hingegen nur mit einem Mikroskop. Die Hämaturie wird durch den blutenden Tumor in der Blase verursacht. Als Symptome gelten zudem ständiger Harndrang, Druck auf der Blase und Probleme beim Wasserlassen.