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Oligurie

Oligurie bedeutet eine verminderte Ausscheidung der täglichen Harnmenge. Bei der Oligurie wird innerhalb von 24 Stunden weniger als 500 ml Urin produziert und ausgeschieden. Des Weiteren spricht man von Oligurie, wenn weniger als 200 Milliliter Harn pro Quadratmeter Körperoberfläche produziert werden. Es kann verschiedene Ursachen geben für eine Oligurie. Sie kann durch prärenale (vor der Niere), durch renale (in der Niere) oder postrenale (hinter der Niere) Ursachen entstehen. Prärenale Ursachen sind – neben einer Dehydratation – in 60-70% der Fälle für die Oligurie verantwortlich. Beispiele für prärenale Ursachen sind etwa Volumenmangel durch Blutverlust, Flüssigkeitsverlust (starkes schwitzen) oder zu wenig Flüssigkeitszufuhr.

Eine renale Oligurie kann entstehen bei akutem Nierenversagen oder durch eine Erkrankung der Nierenkörperchen, hierdurch kann nicht mehr genug Urin gefiltert werden. Postrenale Ursachen sind zum Beispiel Hindernisse in den ableitenden Harnwegen, wie etwa Tumoren, eine benigne Prostatahyperplasie, Harnsteine oä. Eine Oligurie muss dringend auch differenzialdiagnostisch untersucht werden, da sich im Falle eines akuten Nierenversagens die Prognose stündlich verschlechtern kann, wenn keine Behandlung erfolgt. In extremen Fällen kann aus der Oligurie eine Anurie folgen mit weniger als 100 Milliliter Urinproduktion/ -ausscheidung pro Tag. Um die Ursachen für eine Oligurie zu erkennen, sollte der Urin untersucht werden, aber auch unbedingt eine sonografische Untersuchung durchgeführt werden. Die Therapie einer Oligurie richtet sich nach der Grunderkrankung.