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Morbus Mondor

Morbus Mondor ist eine besondere Form der oberflächlichen Venenthrombose, die eher selten vorkommt. In den meisten Fällen betrifft der Morbus Mondor die Venen im Thorax- und Oberarmbereich, kann aber auch am Penis des Mannes vorkommen (peniler Morbus Mondor) oder am Abdomen, im Achsel- oder Halsbereich. Der Morbus Mondor kommt bei Frauen etwa 4x häufiger vor als bei Männern.
Das klinische Bild zeigt in der Regel eine leicht verschiebliche, längliche, zunächst schmerzlose Verhärtung, die im Verlauf der Entzündung schmerzhaft wird. Es ist in der Regel keine Rötung oder Überwärmung zu erkennen.

Da Morbus Mondor in Zusammenhang mit Tumoren der Brust stehen kann und oft durch Störungen in der Blutgerinnung verursacht wird, sollte der Patient eine solche Verhärtung umgehend beim Arzt abklären lassen. Die Erhebung der Familienanamnese ist aufgrund eventueller maligner Erkrankungen der Brust ebenfalls wichtig. Andere Ursachen können eine vorangegangene Entzündung der Brustdrüse oder Traumata sein sowie eine postoperative Entstehung, Drogenabusus oder eine Hepatitis C.

Asymptomatische tiefe Venenthrombosen sollten sonographisch ausgeschlossen werden, genauso wie Grund- oder Begleiterkrankungen. Therapeutisch kommen, je nach Lokalisation und Ausprägung, Medikamente in Frage, wie zum Beispiel lokale, nichtsteroidale Schmerzmittel. Außerdem sollte eine kurzzeitige oder therapeutische Gabe von Gerinnungshemmern erfolgen, um das Risiko von Thromboembolien zu minimieren beziehungsweise diesen vorzubeugen.